H2ANSE – Wasserstoff aus dem echten Norden
Errichtung eines Elektrolyseurs zur Erzeugung von klimaneutralem Wasserstoff
Förderung aus dem Landesprogramm Wirtschaft 2021-2027 mit Landesmitteln nach Maßgabe der „Richtlinie des Landes Schleswig-Holstein für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des Aufbaus einer nachhaltigen Wasserstoff-Wirtschaft“ (Amtsbl. Schl.-H. 2025/125)
Vorhabennummer: LPW21-L/2.2./1162
Die Entsorgungsbetriebe Lübeck verfolgen mit dem durch die Europäische Union geförderten Vorhaben H2ANSE – Wasserstoff aus dem echten Norden das Ziel, die Wasserstoffwertschöpfungskette in der Region strategisch weiterzuentwickeln. Dabei hat das Projekt den Ansatz, gemeinsam mit starken Partnern die gesamte Kette von der Erzeugung bis zur Nutzung abzudecken und die Energie- sowie Wertstoffströme ganzheitlich zu betrachten.
Kernidee ist, die Gesamtsystemeffizienz deutlich zu steigern. So sollen Sauerstoff und Abwärme aus dem Elektrolyseprozess am Standort vollumfänglich genutzt werden, um Ressourcen über den reinen Wasserstoff hinaus optimal einzusetzen.
Für die Erzeugung des Wasserstoffs ist die Installation eines PEM-Elektrolyseurs mit einer Stackleistung von 1 MW auf dem Betriebsgelände der Entsorgungsbetriebe Lübeck geplant. Die erforderliche elektrische Energie soll über eine bereits projektierte PV-Anlage mit einer Peak-Leistung von ca. 7 MWp bereitgestellt werden. Die Photovoltaikanlage wird auf dem Südhang der benachbarten Abfalldeponie Niemark durch die EBL installiert und betrieben.
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Vorhabens liegt auf der Mobilität: Sowohl die Bereitstellung des Wasserstoffs als auch dessen Nutzung stehen im Mittelpunkt. Besonders relevant ist die Dekarbonisierung des Fernverkehrs. Durch die angestrebte Kooperation mit dem Betreiber einer geplanten Wasserstofftankstelle soll der grüne „Wasserstoff aus Lübeck“ künftig auch für Dritte verfügbar sein. Damit wird die Verfügbarkeit eines klimaneutralen Energieträgers in der Region spürbar erhöht und ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, dass Investitionsentscheidungen, etwa für mit Wasserstoff betriebene LKW bei regionalen Endkunden leichter fallen.
In der Gesamtbetrachtung stellt die Tankstelle einen zentralen Baustein innerhalb der Versorgungskette dar und trägt dazu bei, Wasserstoff als zukunftsfähigen Energieträger nachhaltig in der Region zu etablieren.
